Literatur ist ein großer Begriff

Wenn wir von Literatur sprechen, dann können wir sehr vieles damit meinen, denn Literatur begleitet einen Menschen eigentlich sein ganzes Leben – einen mehr – einen anderen weniger.
Dieses Gebiet gibt sogar ein wenig Auskunft über den jeweiligen Menschen. Wenn gewusst wird, was für Schriften von der betreffenden Person gelesen werden, dann wird diese Person schon ein wenig vorgestellt.

Literatur in der Kindheit

Der kleine Mensch ist noch gar nicht so lange auf der Welt, da bekommt er schon den ersten Kontakt mit der Literatur – allerdings unbewusst, denn es wird schon an seiner Biografie gearbeitet. Ein wenig später wird der Kontakt zu diesem Bereich schon direkter, denn die Eltern lesen dem Kind „Gut-Nacht Geschichten“ vor. Die Zeit vergeht, und das Kind lernt selbst lesen. In der Schule beschäftigt es sich mehr oder weniger glücklich mit der Fachliteratur. Aber da ist ja noch die Freizeit. Und nun bilden sich schon Interessengebiete für das Kind heraus. Wird einmal davon ausgegangen, dass Sport zur Freizeitbeschäftigung gehören sollte; und eine im vernünftigen Zeitrahmen gehaltene Computernutzung in der heutigen Zeit auch zur Freizeitgestaltung eines Kindes gehört, – dann bleibt nicht mehr viel Zeit. Aber gerade in dieser verbleibenden Zeit zeigen sich dann Interessengebiete beim Lesen.
Vorwiegend werden es die Märchen sein, welche die Kinder in sich hinein saugen. Bei Jungs könnte auch schon ein Interesse für Sagen vorhanden sein. Es ist auch möglich, dass sich Kinder im heranwachsenden Alter für verschiedene Gebiete interessieren, und darum auch zu einem Buch mit Fachliteratur gegriffen wird. Je nach Prägung im Elternhaus oder eigenen Interessen könnten dies zum Beispiel bei den Mädchen Kochbücher oder Bücher über Handarbeit sein. Bei den Jungs würden sicher vorwiegend technische Bücher den Vorrang haben, aber da gibt es keine Regel, denn die Interessengebiete sind verschieden.

Literatur als Erwachsener

Als junger Erwachsener verändert sich auch einiges im Bereich des Lesens. Es kann durchaus sein, dass die als Kind eingeschlagene Leserichtung beibehalten und ausgeprägt wird, aber meist kommen neue Gebiete der Literatur dazu. Viele Mädchen lechzen nach Liebesromanen, und abends schlafen sie dann nach dem Lesen entweder mit Tränen in den Augen oder lächelnd ein. Je nachdem, wie der Inhalt des Buches auf ihr Seelenleben einwirkt.Die Jungs beißen sich oft in die „härtere Lesewelt“ hinein, und sie setzen sich parallel mit ihren Buchhelden mit dem Bösen auseinander. Viele junge Menschen erkennen jetzt schon eine Literaturrichtung, welche sie ihr ganzes Leben begleiten wird. Nicht selten gibt es bei den Erwachsenen gemeinsame Lese-Interessen. Oft wird der Kriminalroman zur Hand genommen – ähnlich wie bei Bill Ramsey: „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett.“Aber auch ein gewisser Bildungsgrand ist an der gelesenen Literatur zu erkennen. Nicht so sehr empfehlenswert ist die schmalzige Literatur – aber manchmal hilft sie einem Frauenherzen. Gewaltverherrlichende Lesestoffe sollten auch gemieden werden, denn es gibt schon genug Gewalt auf der Welt. Klassische Literatur ist nicht unbedingt der Renner – ist aber empfehlenswert. Doch jeder sollte lesen, was ihm am besten gefällt.

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